Projektbausteine

Ein Netzwerk ausgewählter Städte und Landkreise als Forum für den Erfahrungsaustausch

Die am Forschungs-Praxis-Projekt beteiligten Kommunen und Landkreise spiegeln exemplarisch die Problemkonstellationen in den ländlichen Räumen wider. Es wurden zehn Kommunen (Klein- und Mittelstädte) aus sechs ländlich strukturierten Kreisen und zwei in Ballungsregionen gelegene Landkreise mit jeweils einer Kommune ausgewählt. Letztere fungierten als Referenzgemeinden und ermöglichten, den Einfluss der regionalen Einbettung und der Strukturmerkmale der ländlichen Regionen auf die Integrationsleistung einer Kommune zu ermitteln. Die neuen Bundesländer waren mit zwei Landkreisen vertreten.

Die für das Projekt ausgewählten acht Landkreise mit zwölf Städten und Gemeinden bilden ein Netzwerk, das dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dient. Während der dreijährigen Projektlaufzeit fanden insgesamt vier Netzwerktreffen statt, bei denen sich die Städte und Landkreise sowie die Mitglieder des Lenkungskreises zu den Projektfrage-stellungen austauschen konnten.

Die Teilnehmerstädte kommunizierten das Projektanliegen in die jeweiligen Stadtgemein-schaften und organisieren zusammen mit den Landkreisen einen öffentlichen politischen Diskurs zum Thema Integration. Ziel war, konkrete Projekte und Handlungsansätze zur Verbesserung der Integration von Zuwanderern in den Kommunen zu initiieren. Nach Ab- schluss des Forschungs-Praxis-Projektes werden die Ergebnisse und Handlungs-empfehlungen durch Akteure aus den beteiligten Kommunen in die jeweilige Stadtgemeinschaft getragen und implementiert.

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Lenkungskreis

Der Lenkungskreis war ein inhaltlich unterstützendes Gremium, das der Evaluation und Qualitätssicherung des Forschungs-Praxis-Projekts diente. Seine Aufgaben bestanden in der Konkretisierung der Projektfragestellungen, der Unterstützung bei der Auswahl der teil- nehmenden Städte, der Durchführung von Expertenhearings zu speziellen Fragestell-ungen, der Diskussion der Ergebnisse der Begleitforschung sowie in der Teilnahme an den Netzwerktreffen. Insgesamt hatte der Lenkungskreis eine beratende Rolle und über- nahm eine Supervisionsfunktion. Er bestand aus zehn Mitgliedern und setzte sich zusammen aus Vertreter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, des Deutschen Landkreistages, des BMVBS, der Bundes-integrationsbeauftragten sowie zwei wissenschaftlichen Experten und zwei Vertretern der Zivilgesellschaft.

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Begleitforschung: Ermittlung der Potenziale für Integration in den ausgewählten Kommunen

Das Projekt wurde von einer Forschungskooperation des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH (ILS) und des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) begleitet. Im Rahmen dieser Begleit-forschung fand eine Auswertung vorhandener Strukturdaten der ausgewählten Kommunen, bereits bestehender Untersuchungen, politischer Leitlinien sowie Entwicklungs- und Handlungskonzepte statt. Zudem wurden Experteninterviews mit den Akteuren der Teilnehmerstädte (z.B. Kommunalpolitik, Kommunalverwaltung, Landkreisverwaltung, soziale Dienste, Bildungseinrichtungen, Anbietern von Integrations-kursen und Migrantenselbstorganisationen) und aktivierende Befragungen zum Zu- sammenleben von Einheimischen und Zuwanderern durchgeführt.

Darüber hinaus wurden der Erfahrungsaustausch der Städte und die Aktivitäten vor Ort wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Abschließend erarbeiteten die Forschungs-gruppe Handlungsempfehlungen zur kommunalen Integrationspolitik, die in einem Abschlussbericht und einem Handbuch zusammengefast wurden.

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Ergebnistransfer

Im Anschluss an die Erhebungsphasen werden die Ergebnisse der Untersuchungen in Zwischenberichten vorgelegt und im Rahmen der Netzwerktreffen mit den Städten und Landkreisen sowie dem Lenkungskreis vorgestellt und erörtert. Nach Abschluss des Erfahrungsaustausches werden ein Endbericht und eine Publikation erstellt. Zudem werden eine Fachtagung und eine abschließende Konferenz durchgeführt, bei denen die Forschungsergebnisse und die von der Forschergruppe erarbeiteten Empfehlungen zur kommunalen Integrationspolitik diskutiert werden.

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